Tarot

Die Lust Crowley TarotDer Tarot ist ein 78-Blatt-Kartensatz, der in 22 große Arkana und die 56 kleinen Arkana eingeteilt ist. Der Tarot ist das in der Esoterik am häufigsten verwendete Wahrsage- und Deutungssystem.

Es gibt grundsätzlich zwei Erklärungsmöglichkeiten dafür, warum das Ergebnis einer Tarot-Lesung Relevanz für die Beantwortung einer Frage haben kann:

Die esoterisch-spirituelle Erklärung stützt sich auf den von C. G. Jung geprägten Begriff der Synchronizität und versteht diesen als das gleichzeitige oder zeitnahe Auftreten zweier Ereignisse, die in einem inhaltlich sinnvollen, aber nicht kausalen Zusammenhang stehen. Es besteht nach diesem Erklärungsmodell also eine Parallelität zwischen dem, was in einer Legung dargestellt wird, und Ereignissen im Leben des Fragenden.

Die psychologische Erklärung sieht in einer Tarotlegung lediglich ein projektives bzw. assoziatives Verfahren; einen Spiegel innerer und äußerer Prozesse. Das Tarotbild wird quasi als ein visuelles Gleichnis zur eigenen Situation erlebt. Nach dieser Erklärung zeigen die Tarotkarten grundlegende, typische menschliche Erfahrungen, die beim Anblick eine subtile emotionale Reaktion hervorrufen, wenn das abgebildete Thema mit der eigenen Befindlichkeit korrespondiert. In diesem Licht kann der Tarot Werkzeug zur Selbsterkenntnis, zum Aufspüren un- oder vorbewusster Gefühle dienen, er wird zum Spiegel des eigenen Selbst.

 

Historisches
Das Wort “Tarot” stammt aus dem Französischen und ist der Name eines Kartenspieles. (Deutsch: Tarock). Unter Esoterikern kursieren verscheidene Legenden über Wortherkunft und Bedeutung. Eine davon besagt, dass das Wort ein Endloswort ist. Mit R begonnen ergibt sich “Rota” für lat. Rad, bzw. römisches Gericht in der Katholischen Kirche. In entgegengesetzter Leserichtung ergibt sich “Tora”, das heilige Buch der Juden. “Orat” für lat. beten, etc.

Das dem Tarot zugrunde liegende als Spielkartensystem (4 Farben, 52 Karten) dürfte im 14. Jh. aus der islamischen Welt nach Europa gelangt sein. Es kann als Grundlage für das im Tarot enthaltene kleine Arkana gelten. Wovon sich die 22 Karten des großen Arkana herleiten ist ungeklärt.

Tarot-Decks
Als Satz oder Deck bezeichnet man eine zusammengehörige, vollständige Ausgabe der Tarotkarten. Es gibt mehrere hundert solcher Decks, welche sich teilweise nur in Details, teilweise aber sehr erheblich voneinander unterscheiden.

Gelegentlich werden auch Kartensätze als Tarot angeboten, deren Struktur und Abbildungen mit dem eigentlichen Tarotsystem nichts zu tun haben, so z. B. Lenormandkarten, Kipperkarten oder Wahrsagekarten anderer Systeme.

Ein Tarot-Deck besteht zumeist aus 78 Karten. Diese Zahl entspricht der Summe der ersten zwölf Zahlen (1+2+3+4+5+6+7+8+9+10+11+12 = 78). Da die Zahl 12 für Vollständigkeit steht, wird die Zahl 78 als das große Ganze angesehen. Einige wenige Decks weichen von dieser Zahl ab, so hat z. B. das Universal-Tarot von Maxwell Miller nur 74 Karten. Weiterhin gibt es einige Decks, die lediglich aus den 22 Trumpfkarten der großen Arkana bestehen.

Die drei bekanntesten und einflussreichsten Decks sind das Marseille-, das Rider-Waite- und das Crowley-Tarot.

Aleister Crowley® TOTH TAROT
Aleister Crowley (1875-1947)  widmete viele seiner letzten Lebensjahre (ab 1940) der Erschaffung des Thoth Tarots. Die Künstlerin Lady Frieda Harris (1877 – 1962) setzte diesen in 78 Tarotkarten getreulich um. Crowley sah den Thoth Tarot als einen Atlas der Kräfte des Universums an. Das Deck war das erste, das von den traditionellen Tarot-Entwürfen abwich, und es erschloss eine neue und überaus reichhaltige ägyptisierende Symbolik. Zunächst wurden der Tarot als Buchillustrationen für Crowleys Buch “Das Buch Toth” veröffentlicht. Erst 1969 kam der Crowley Tarot als Deck auf den Markt.

Das der Tarot einen Ruf als Werkzeug der Schwarzmagie und Spielzeug von Satanisten besitzt ist auf den von Aleister Crwoley selbst sorgsam gepflegten Ruf als Magier zurück zu führen. Ungeachtet dessen ist dieses Deck populär und inspirierte zahlreiche Decks. Diese Popularität beruht auf der von vielen Menschen als ästhetisch empfundenen Darstellung und auf dem Reichtum enthaltener Symbole.

Decks, die auf das Crowley-Tarot zurückgehen, sind das Haindl-Tarot, das Cosmic Tribe-Tarot und das Liber – T – Tarot von Roberto Negrini und Andrea Serio.
Der Tarot – Verbindungen
Die moderne Esoterik schafft immer mehr Verbindungen des Tarot zu anderen Sytemen, wie:
Alchemie, Numerologie, Kabbala, strologie, etc.

Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Tarot

Bezugsquelle Aleister Crowley® TOTH TAROT:  www.anshelot.com

Toth Tarot von Aleister Crowley und Frieda Harris

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