Lemuria
Lemuria ist eine hypothetische Landbrücke, die zwischen dem heutigen Indien und Madagaskar gelegen haben soll.
Der Name Lemuria stammt vom dem Geologen Philip Lutley Sclater, der im britischen Fachblatt Quarterly Journal of Science 1864 einen Artikel über Halbaffen auf Madagskar (Lemuren) veröffentlicht. Das Verbreitungsgebiet dieser Halbaffen stellte Sclater vor ein Rätsel, dass er mit dem Schluß löste, dass ein großer Kontinent Teile des Atlantiks und des Pazifiks einnahm.
Vor Sclater hatte der Biologe Ernst Haeckel die von Melchior Neumayr und anderen Geologen vertretene These einer Landbrücke zwischen Südafrika und Indien aufgegriffen, um die merkwürdige Verbreitung der Lemuren (Halbaffen), die nur in Madagaskar und Vorderindien leben, zu erklären.
Im frühen 20. Jh. wurde das Motiv eines Kontinents Lemuria von neo-mythologisch-nationalistischen tamilischen Bewegungen in das Geschichtsbild der tamilische Kultur eingebracht. Die Tamilen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu und im Norden Sri Lankas glaubt an den Mythos einer Art Sintflut namens Katalakol. Den Überlieferungen zufolge verschwand ihre ursprüngliche Heimat Kumarikkantam (=Lemuria) weitgehend in den Fluten – und zugleich ein großer Teil ihrer Kultur und ihres Wissens.
Seit der durch Alfred Wegener 1951 aufgestellten Theorie der Plattentektonik steht das Modell eines Kontinents oder Landmasse Lemuria in Widerspruch zur Naturwissenschaft.
In der Fantasy- und Science-Fiction-Literatur dient der „versunkene Kontinent Lemuria“ verschiedentlich als Schauplatz. Auch die Autoren Lin Carter, Robert E. Howard oder H. P. Lovecraft verwenden Lemuria.
In der Esoterik ist Lemuria, als Schauplatz einer frühen Menschheit, und Vorgängerkultur zu Atlantis fix verankert. So stammen auch einige Aufgestiegene Meister aus Lemuria. Wichtigstes Merkmal der Zvilisationen auf Lemuria ist das Nebeneinander von Mensch und prähistorischer Tier- und Pflanzenwelt.
So soll die erste Menschenform nur im Astralkörper gelebt haben, während des Kambrium (vor ca. 500 Mio. Jahren).
Die zweite Menscheit besaß einen Ätherkörper, während des Perm (vor ca. 300 Mio Jahren).
Die dritte Menschheit waren die Lemurier, während des Trias (vor ca. 200 Mio. Jahren).
Die vierte Menschheit lebte auf Atlantis.
Aktuell lebt die fünfte Menschheit.

Literatur:
Scott-Elliot, W; “Lemuria und Atlantis”; Aquamarin Verlag; 2007
v. Oppeln-Bronikowski, Dietrich; “Lemuria – das Land des goldenen Lichts”; Falke Verlag; 1997